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Vorsprung auf den Dritten vergrößert
Abtsdorf/MZ. Nieselregen in Abtsdorf. Trotzdem machen sich beide Teams voll konzentriert warm, schließlich geht es in dem folgenden Kreisliga-Fußballspiel um viel: Der Tabellendritte Graf Zeppelin Abtsdorf empfängt den Zweiten Grün-Weiß Linda. Gästetrainer Gerald Neiße geht noch einmal von Spieler zu Spieler, führt mit jedem ein kurzes Gespräch. Ein letztes Abklatschen und beide Teams laufen auf. Ziel in der Partie ist ein Remis, erzählt der Lindaer Coach. "In Abtsdorf ist es immer schwer zu spielen, der Gastgeber ist sehr zweikampfstark." Aber, teilt er im Vertrauen noch mit, die Mannschaft habe er auf einen Sieg eingestellt. Die Gäste halten sich nicht mit Geplänkel auf, gehen sofort in die Zweikämpfe, scheuen auch weite Laufwege nicht. Erste Chancen gibt es, doch aus ihnen entsteht nichts Zählbares. In der 22. Minute scheint sich eine Wende anzubahnen. Die bis dahin sicher stehende Lindaer Abwehr kommt ins Schwimmen. Die Abtsdorfer haben gleich mehrere Möglichkeiten, die Führung zu erzielen. Doch irgendwie steht immer ein Gästespieler an der richtigen Stelle. Nach drei oder vier Schussversuchen in Folge wird der Ball endlich aus der Gefahrenzone gebracht. Die alte Abgeklärtheit kehrt zurück. Linda macht wieder das Spiel. Andreas Kamchen, der bereits mehrfach seine Schnelligkeit bewiesen hat, setzt erneut zu einem Sturmlauf. Ein Abtsdorfer wird getunnelt, der Lindaer Stürmer ist plötzlich völlig frei vor dem gegnerischen Gehäuse. Diese Chance lässt er sich nicht entgehen und es steht 0:1(33.). Der Gastgeber zeigt sich geschockt. Das Durcheinander in Mittelfeld und Abwehr nutzt dann Andy Kannegießer zu einem Solo zum 0:2 (37.). "Wie viel wollt ihr dahinten heute noch zulassen", brüllt ein Abtsdorfer Stürmer seiner Defensivabteilung zu. Irgendwie rettet sich der Gastgeber dann ohne weiteren Gegentreffer in die Pause. Etwas den Dampf rausnehmen, keinen Gegentreffer zulassen und sehen, was nach vorn möglich ist. Das ist die Devise, die Trainer Gerald Neiße in seiner kurzen Ansprache heraus gibt. Und die wird dann auch vorbildlich umgesetzt. Die Abtsdorfer bekommen in den zweiten 45 Minuten mehr Raum, aber so richtig gefährlich werden sie trotzdem nicht. Immer wieder fangen die Grün-Weißen die Pässe ab, stören erfolgreich den Spielaufbau. Sofort wird zum Gegenangriff übergegangen, doch Zählbares springt zunächst nicht heraus. Die meisten Schüsse gehen knapp am Abtsdorfer Gehäuse vorbei. In der 65. Minute kommt das Leder zu Andy Kannegießer und der nimmt richtig Maß. 0:3, das Spiel scheint entschieden. Zehn Minuten später eine gefährliche Situation vor dem Lindaer Tor. Ein Abtsdorfer kommt zum Kopfball, der Ball knallt gegen die Latte. Glück gehabt. Wäre das ein Treffer gewesen, so ist sich Gerald Neiße sicher, dann wäre es noch eng geworden. In der verbleibenden Zeit geschieht nicht mehr viel, die Partie ist entschieden. Mit dem Auswärtssieg hat Linda seinen Vorsprung auf sechs Punkte ausgebaut. |