Volle Krafz voraus für den Klassenerhalt

Fussball - Landeslasse: Grüen-Weiss Linda hatte beim Ausfall von mehreren Stammspielern einige Probleme

Von HORST RICHTER /Linda/MZ.

Am 11. Februar startet die Landesklasse sieben in die Rückrunde. Grün-Weiß Linda muss dann zu Dessau 05 II. Wie ist die Hinrunde gelaufen?

Im August begann für die Männermannschaft von Grün-Weiß Linda das Abenteuer Fußball-Landesklasse. Dabei standen Trainer Gerald Neiße alle Spieler der Aufstiegssaison zur Verfügung. Allein Sebastian Schönrock von Victoria Jüterbog erweiterte den Kader. 

Handschrift erkennbar

Seit 1999 ist Gerald Neiße nun schon für die Mannschaft verantwortlich, und seine Handschrift ist deutlich zu erkennen. Das bewiesen viele Spiele der Hinrunde. Nach fünf Siegen, drei Unentschieden und fünf Niederlagen steht man mit 18 Punkten auf dem elften Tabellenplatz.

Der erste Spieltag brachte gleich einen Paukenschlag. Nach dem 4:0 Heimsieg gegen Dessau 05 II stand Grün-Weiß Linda an der Tabellenspitze - eine schöne Momentaufnahme für die Mannschaft. War man sich doch im Klaren darüber, dass man nur mit erfolgreichen Heimspielen die Klasse halten kann. So gab es nach tollen Partien auch die erst in letzter Minute sicher gestellten Heimsiege gegen Aken (4:3) und Einheit Wittenberg (3:2). Besonders schmerzlich waren die Heimniederlage gegen Gröbem (0:2) und der verschenkte Sieg gegen Kochstedt (6:6) trotz zweimaliger Zwei-Tore-Führung. Vor allem zwischen dem siebten und dem elften Spieltag zeigte sich, dass man den Ausfall von mehreren Stammspielern noch nicht kompensieren kann, hier blieb Linda fünfmal ohne Sieg. Dabei gab es unglückliche Niederlagen gegen Jessen (2:1) und Oranienbaum(2:1), aber auch hohe Niederlagen gegen Prettin (4:1) oder Kemberg (5:0). Doch die zwei Auswärtssiege in Raguhn (2:3) und Mosigkau (1:3) zeigten, dass Grün-Weiß auch auswärts bestehen kann. Insgesamt bleibt festzustellen, dass die Landesklassestaffel sehr ausgeglichen besetzt ist und man fast in jeder Begegnung seine Chancen hatte. 

Das Lindaer Torverhältnis zeigt aber deutlich, woran noch gearbeitet werden muss. Die 30 erzielten Tore beweisen Landesklassetauglichkeit - nur sechs Mannschaften erzielten mehr. Hierbei trafen die Offensivspieler Andy Kannegießer (9), Nico Fischer (9) und Danny Dinda (5) allein 23-mal. Aber 37 Gegentreffer und diese oftmals leicht ermöglicht, kosteten manchen Punkt. Unerklärlich auch die Leistungsschwankungen binnen einer Woche. Zwei Tage nach dem Spiel gegen Gröbem (0:2) trotzte man im Pokal den höherklassigen Gräfenhänichern nach starken 90 Minuten ein 1:1 ab (Endstand 1:4 n.V.), fünf Tage später ging man in Prettin unter (1:4). Trotzdem ist. Trotzdem ist man in Linda insgesamt mit der Hinrunde zufrieden, hat man doch noch alle Chancen, das Ziel - den Klassenerhalt - zu erreichen. 

Drei immer dabei

Mit A. Kannegießer, J. Rothe und N. Fischer gab es drei Spieler, die alle 15 Begegnungen bestritten. Auf 14 Einsätze kamen A. Hasse und S. Schönrock. Je 13-mal waren C. Geyer, C. Kurth und D. Dinda dabei. Es folgen C. Janz (12), R. Passin (12) sowie D, Richter, C. Rühlicke und A. Kamchen mit je zehn Einsätzen, Insgesamt wurden 24 Spieler eingesetzt. Nach der Hinrunde verließ M. Handtke den Verein. Raik Passin verabschiedete sich für sechs Monate nach Neuseeland, und A. Kamchen fällt nach einem Kreuzbandriss ebenfalls länger aus. Dafür werden die Landesklasseerfahrenen Torsten Zießnitz (reaktiviert) und Marko Schenk (II. Mannschaft) sowie der langzeitverletzte Andreas Schrottke zur Mannschaft stoßen. 

Schon während der Hinrunde schaffte Andreas Petzel den Sprung von der zweiten zur ersten Mannschaft. Mit dem jetzt begonnen Training möchten Gerald Neiße und seine Mannschaft den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde setzen, um auch in der nächsten Saison in der Landesklasse zu spielen. Sponsoren und Fans drücken die Daumen und haben ihre Hilfe zugesichert - dafür bedankt sich das Team.

  

Im Kreispokalspiel Linda gegen Gräfnhainichen stand es nach 90 Minuten 1:1.

MZ-Foto: Grommitch

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