Damentrio hat fleißig für den Auftritt geübt
Musik dominierendes Element im Heimatabend-Programm
VON UNSEREM REDAKTEUR FRANK GROMMISCH
Linda/MZ. Ohne Zugabe kamen sie nicht von der Bühne. Ute Liebelt, Kathrin Krüger und Susanne Lehmann vom "Dorfspektakel" traten beim 14. Lindaer Heimatabend als Gesangstrio auf. "Sie können nicht allein tanzen und schauspielern, sondern auch singen", bestätigte ihnen Moderatorin Susann Blum. Und unter dem Beifall der Gäste in der Turnhalle wurde dann auch Rainer Uthe auf die Bühne gebeten, der die Lieder mit den drei Frauen einstudiert hatte und sich dabei, obwohl es nicht einfach war, wie das Trio bekannte, nicht aus der Ruhe bringen ließ.
Überhaupt war die Musik das bestimmende Element in dem zweieinhalbstündigen Programm am Samstagabend (die MZ berichtete bereits gestern). Martin Schubert musizierte auf dem Keyboard, Willi Liebelt auf der Gitarre. Anton Liebelt und Rainer Uthe begeisterten mit auf Saxophonen dargebotenen Melodien. Rainer Uthe trat zudem als Solist auf. Auf die Frage von Moderator Horst Richter, wie lange man denn dafür üben müsse, meinte er nur, dass man so etwas wohl nur als Rentner schaffe.
Wie spannend es einst in der Kneipe zuging, zeigte das Kindertheater. Etwaige Ähnlichkeiten mit Lindaern wären rein zufällig und waren keineswegs beabsichtigt. Das Lindaer Original Ralf Günther wollte sich, diesmal als hübsche Ernteball-Besucherin, gern die Taschen füllen, aber auf den Tischen fand sie wenig, so dass der Rundgang durch den Saal schließlich auf der Bühne endete. Dort schlug sie vor, die Turnhalle für den Anbau von Cannabispflanzen zu nutzen. "30 000, nur für den Eigenbedarf." Die Plakataktion von Grün-Weiß Annaburg vor dem Fußball-Derby gegen Allemannia Jessen ordnete die pfiffige Dame in die Rubrik Eigentor ein. An den Holzmichl wurde auch erinnert. Das übernahmen Lindwerdsche.
Pressebericht Dienstag 12. November 2007
Zum Heimatabend Schlips und Kragen sehr erwünscht
Zweieinhalb Stunden Programm in "Lindas Prachtvoller Gala"
VON UNSEREM REDAKTEUR FRANK GROMMISCH
Linda/MZ. Während vor den Turnhallentüren der Winter Einzug hielt, ging es im Inneren heiß her. Zum 14. Mal feierten die Lindaer ihren Heimatabend. Die Veranstaltung im November hat zwar Tradition, dennoch hängt sie häufig am "seidenen Faden", wie Horst Richter, Vorsitzender vom Sportverein Grün-Weiß, feststellte. Denn notwendig sind Leute, die sich vor den Karren spannen und mit viel Fleiß auf den kulturellen Höhepunkt im Herbst hinarbeiten. Am Sonnabend konnte resümiert werden, dass es wieder gut gelungen ist. Unterm Motto "LPG -Lindas Prachtvolle Gala" gab es eine Rückschau auf die früher üblichen Erntebälle. Die männlichen Gäste bekamen das gleich am Eingang zu spüren. Schließlich wurde da einst herausgeputzt hingegangen. Wer keinen "Kulturstrick" umgebunden hatte, bekam einen, gestreift, gepunktet, wunderschön. Über 60 Schlipse wurden so im wahrsten Sinne des Wortes an den Mann gebracht. Dass die Erntebälle in guter Erinnerung geblieben sind, zum Beispiel wegen kostenloser Getränke und des üppigen Essens, das erfuhr das Publikum in den vom Moderatorenpaar Susann Blum und Horst Richter geführten Interviews mit Zuschauern.
Zu den Stargästen des Abends gehörte Petra Kusch-Pflug, die zu einer Live-Glückwunschsendung nach Linda gefahren war, aber auf dem Weg dorthin erst mal kapitulieren musste, weil ihre Nobelkarosse das Kopfsteinpflaster in Dixförda nicht unbeschadet verkraftet hatte. Und geärgert hat sich die Fernsehfrau über den Korb, den sie wohl von Jessens Bürgermeister Dietmar Brettschneider bekam. In ihrer Show wolle er nicht auftreten. "Er steht nicht auf Blondinen, sondern auf Rotwild", stellte sie enttäuscht fest. Zweieinhalb Stunden Programm wurden den Gästen geboten (die MZ wird noch weiter darüber berichten). Schade allerdings, dass die Unruhe im Saal zuweilen groß war, den Akteuren auf der Bühne nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wurde, die bei ihren Leistungen angemessen gewesen wäre. Da halfen auch die mahnenden Worte der Moderatoren wenig.Bilder vom Heimatabend - R. Preus
Und nach der Party muss natürlich auch aufgeräumt werden.
Die Bilder sind auf einer extra Seite