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Heimatabend Linda Flötentöne und irische Tänze Über 90 Minuten präsentierten Lindaer und Gäste ein Showprogramm Oje, die Schule brennt. Zwar versucht der Feuerwehrmann, die Pumpe zu aktivieren, aberoffensichtlich ist der kleine Mann auch nicht böse, wenn das misslingt. Zum Glück gab es kein echtes Feuer. Die brennende Schule existierte nur auf der Bühne zum Heimatabend in
Linda/MZ. Na aber, dieser Mann erschien sehr bekannt. Auch wenn ein Rauschebart das Gesicht umhüllte und oben, am Kopfende, eine Melone thronte. Nur als der gute Mann auf der Bühne zur Flöte griff und selbiger sogar Töne entlockte, schaute so manch einer doch ein wenig verdutzt drein. "Wie, der kann sogar Flöte spielen?" Unter dem Bart steckte Steffen Fischer, Bürgermeister in Linda, und er bewies mit seinem Spiel, dass der Ortschef nicht nur im Amt die "Flötentöne" angibt, sondern auch musische Fähigkeiten besitzt. Und Steffen Fischer, der als Vater Abraham seine Schlümpfe mitbrachte, wusste bei seinem Auftritt zum Heimatabend am Sonnabend zu begeistern. Doch nicht nur er, sondern viele weiterer kleine und große Akteure, die ein abendfüllendes Programm zusammengestellt hatten, angerichtet für 400 Besucher. Allerdings mussten sich die Gäste zunächst gedulden, denn der Abend begann mit etlicher Verspätung. Was wohl daran lag, dass nicht Wenige den Zeitpunkt des Beginns um 19.30 Uhr anscheinend erst mit dem Aufbruch aus der heimischen Stube gleichsetzten. Da blieb zumindest den Akteuren noch Zeit, das Lampenfieber zu senken oder zu prüfen, ob denn das Kostüm wirklich richtig sitzt. Mit dem Startschuss ging es dann in die Vollen, über 90 Minuten lang wurde der Superstar gesucht. Ja, die mediale Woge des Suchens nach "Künstlercharakteren" schwappte auch über Linda, wobei zu Beginn zwei Dinge klargestellt wurden. So sollte niemand Parallelen zur bekannten Fernsehshow ziehen, "denn wir haben genügend eigene Superstars". Und es brauchte auch niemand nach dem Dieter Ausschau halten, den Bohlen wollte ohnehin keiner sehen und es lag vorrangig am Publikum, die Wertung per Applaus vorzunehmen. Das geizte mit Selbigem auch nicht, einerseits sicher aus der Erkenntnis, dass jeder auf der Bühne sein Bestes gab, und zum anderen offensichtlich auch deswegen, weil es einfach Spaß machte zuzusehen. Mit Witz und Charme wurde alles präsentiert, letztlich waren es aber alles Laien auf der Bühne. Da machten kleine Pannen keine Katastrophen aus, ließen das Spektakel sogar noch liebenswerter erscheinen. Am schwersten haben es natürlich immer die, die als erste auf die Bühne müssen. Doch Claudia Neisse, Madeleine Krüger und Kevin Ziebell absolvierten ihren Tanz mit Bravour. Die Damen des "Dorfspektakels" bewiesen, dass sie nicht nur das gesprochene Worte beherrschen. Ob im Gesangswettbewerb oder als anmutige irische Folktänzerinnen, der Beifall war groß. Ralf Günther war zweimal zu erleben, als Elekriker und mit seiner Schwägerin als Antonia und Anton. Jugendliche aus Neuerstadt gaben ein Gastspiel, mit dabei die Chaos-Kolonne. Mitglieder des Sportvereines Grün-Weiß Linda präsentierten Stepp-Aerobic, Christoph Geyer und Stephan Andreas glänzten als "Dirty-Dancing-Traumpaar". Und, und, und, die Liste der Akteure ließe sich weiterführen. Allen war jedoch eines gleich. Superstars sind sie alle auf jeden Fall. |