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Jessen/MZ.
Zwei Konkurrenten mit unterschiedlichen Zielen treffen am Sonnabend aufeinander. Jessen kämpft um den Aufstieg, Linda um den Klassenerhalt. Die Allemannen sind in diesem Spiel der klare Favorit und gut drauf.

Das ist Grün-Weiß-Trainer Gerald Neiße bewusst. Deshalb sei das Kampfverhalten in der Anfangsphase sehr wichtig, Chancen müssen auf alle Fälle ausgenutzt werden. Damit gab es beim Hinspiel in Jessen einige Probleme. Wenigstens ein Punkt sollte bei dieser Begegnung für Linda drin sein. Den Gästen würde ein Zähler reichen, um an die Tabellenspitze zu kommen, wenn die Piesteritzer gegen Kemberg unterliegen. Auftrieb könnte den Allemannen der Sieg gegen das schwächelnden Volksparkteam geben. Seine Mannschaft wird komplett sein, kein Spieler ist verletzt oder gesperrt und es werde natürlich auch auf den Heimvorteil gesetzt, sagte Grün-Weiß-Trainer Gerald Neiße.Sonntag, 14 Uhr

Verdienter Allemannia-Sieg

Fußball-Landesklasse: Rekordzuschauerzahl beim Stadtderby auf Lindaer Rasen

Grün-Weiß Linda - Allemannia 08 Jessen 0:4

Vor der Rekordzuschauerkulisse von 511 zahlenden Besuchern fand am Sonntag bei guten äußeren Bedingungen das Landesklassenspiel zwischen Linda und Jessen statt (die MZ berichtete).

Zwar sahen sich die Lindaer in der klaren Außenseiterrolle, trotzdem versuchten sie von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Und das gelang ihnen zunächst auch. Aber trotz sehr laufaufwendigen Spiels und optischer Überlegenheit gegen die abwartend agierenden und in der Defensive sehr stellungssicheren Gäste konnte man sich keine klare Gelegenheit herausarbeiten. So dauerte es bis zur 37. Minute, ehe es richtig gefährlich wurde. Jörg Rothe ging auf die Reise in Richtung Jessener Tor. Doch der Allemannen-Keeper war eine Winzigkeit vorher am Ball und brachte diesen sogar noch zu seinem Mitspieler. Während sich die Gastgeber noch ärgerten, erreichte ein weiter Flugball den völlig freistehenden S. Lutzmann. Mit einem satten 16-Meter-Schuss ließ er den Allemannen Anhang jubeln, 0:1 - Halbzeit.

Trainer Gerald Neiße, der am Vortag seinen 40. Geburtstag feierte, forderte für die zweite Hälfte seine Mannschaft auf, ruhig aber druckvoll auf den Ausgleich zu drängen. So ergaben sich auch einige gute Szenen. Vor allem bei hohen Flanken wurde es gefährlich, aber weder D. Dinda noch M. Schenk trafen. So fiel dann schon die Vorentscheidung (53.). Eine abgerutschte Flanke von J. Wäsch segelte in Richtung Keeper C. Geyer und dieser ließ den Ball durch die Hände gleiten - 0:2.

Das gab dem Lindaer Spiel einen deutlichen Knacks. Die Gäste wurden dominierend und zeigten, warum sie um den Staffelsieg mitreden. Als M. Weimann (63.) im Nachsetzen auch noch das 0:3 gelang, war dieses Derby entschieden. Während Linda zwar noch alles versuchte, aber die Kräfte immer mehr schwanden, kamen die Jessener durch S. Lutzmann sogar noch zum 0:4 (88.). Sicher ist der Sieg der Gäste zu hoch ausgefallen, aber verdient war er allemal.

Halle/MZ. Ein für Linda freundlicheres Resultat hatten die Anhänger der Grün-Weißen schon erwartet. Das war wiederholt am Spielfeldrand zu vernehmen. Aber am Sonntag wollte den Gastgebern einfach kein Tor gelingen.

Ganz anders die Jessener. Sie wurden nach dem Abpfiff für die von ihnen erzielten vier Tore und der damit einher gehenden Verbesserung des Punktekontos von ihren Fans gefeiert. Trainer Heiko Zarnetzki sprach angesichts dieses Erfolgs von einer klaren Überlegenheit und fügte an: "Wir haben heute unsere Hausaufgaben gemacht."

Drei seiner Spieler hatten sich in die Torschützenliste eintragen können: Stefan Lutzmann (zwei Treffer) Jens Wäsch und Maik Weimann. Die Lindaer wollten in diesem Derby ihren Heimspielvorteil nutzen und das Spiel gestalten. In der Anfangsphase sah das noch ganz gut aus. In der 37. hatte Jörg Rothe gar die Chance auf dem Fuß, die Gastgeber in Führung zu schießen. Das gelang allerdings nicht. Im Gegenzug stürmten die Gäste aufs Lindaer Gehäuse und zeigten, wie es gehen kann mit dem Tore schießen.

Mehrere Fehler in der Abwehr musste Grün-Weiß-Trainer Gerald Neiße registrieren. Und durch den zweiten Treffer habe die Mannschaft einen Knacks bekommen. Zudem hätten sich erste Verschleißerscheinungen aufgrund des immensen Laufpensums in der ersten Hälfte gezeigt. Ansonsten sei es Linda häufig gelungen, in den letzten 20 Minuten noch mal aufzudrehen. "Das ist heute ausgeblieben." Die Mannschaft sei auf den Boden der Realität zurückgeholt worden. Kampfziel bleibe, bis zum Ende der Punktspielserie 35 Punkte zu holen und die Klasse zu holen. In vorangegangenen Begegnungen sei dafür einiges geleistet worden, beim Derby gegen Jessen aber nicht, stellte Gerald Neiße am Sonntag fest.

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