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Linda siegt in Unterzahl
Grün-Weiss Linda - TSV Elbe Aken 3-2 (1-1)
Im Kreisgebiet scheint man schon sicher zu sein das G/W Linda absteigt, denn einige Vereine versuchen sich wie in einem Selbstbedienungsladen die Rosinen (Spieler) zu angeln. Aber die Lindaer Mannschaft zeigte am Samstag das sie sich noch lange nicht aufgegeben hat. Zwar waren erwartungsgemäss die Gäste aus Aken das konbinationssichere Team, aber mit unbändigem Kampfgeist und von Trainer Gerald Neiße mit dem nötigen Selbstbewusstsein geimpft hielten die Grünweissen auch spielerisch dagegen. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Da für Torwart Christoph Geyer, nach seinem Fingerbruch, die Saison beendet ist, zeigte Denis Lehmann auch in diesem Spiel das er mehr als nur Ersatz ist. Mit tollen Paraden (16.,18.,28.) sorgte er dafür das es erst einmal beim 0-0 blieb. Lindas erste grosse Chance hatte Andy Kannegießer nach einer halben Stunde, aber er verfehlte knapp. Schon im Gegenzug die kalte Dusche mit dem 0-1. Als zwei Minuten später auch noch Alexander Peetz (Linda) nach gelb/rot vom Platz musste, drängte Aken auf die Entscheidung. Aber alle Spieler und Denis Lehmann (36.,41.) stemmten sich dagegen. Als dann kurz vor der Pause Andreas Lorenz mit letztem Einsatz den Ball zu Andy Kannegießer passte und dieser mit seiner ganzen individuellen Klasse den Ausgleich erzielte war Linda wieder im Spiel.
Mit einer Kontertaktik gingen die Gastgeber in den zweiten Abschnitt. Angetrieben von einem überragenden Stefan Schmidt (an alle Selbstbedienungskunden ,er bleibt in Linda) , er war einfach überall zu finden, mischten die Grünweissen bei diesem gutklassigen Landesklassenspiel munter mit. Als dann Christian Rühlicke in den Strafraum flankte und der Abwehrversuch zu Stefan Schmidt gelangte, nahm der sich aus 16 Metern ein Herz und erzielte das hochwichtige 2-1 (55.). Nun folgten nerveraufreibende 30 Schlussminuten. Chancen hüben wie drüben boten den Zuschauern stetige Abwechselung. Auch als der eingewechselte Nico Fischer mit einem genauen Flachpass die Akener Abwehr aushebelte und Kapitän Andy Kannegießer das 3-1 gelang (80.) war dieser Krimi noch nicht entschieden. Denn die Gäste gaben sich noch nicht verloren und drängten weiter. Aber mehr als der 3-2 Anschlusstreffer (88.) gelang ihnen nicht mehr. So konnte Trainer Gerald Neiße, unter tosendem Beifall, die von den Fans entzündete rote Laterne nach Spielschluss wieder ausblasen.
Horst Richter
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