Trotz Niederlage mit Leistung zufrieden
Kreispokal: Jessens drittes Team traf auf Lindaer Routiniers
Halle/MZ. Grün-Weiß Linda II - Allemannia Jessen III 3:1 (2:0) |
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Es war für beide Mannschaften ein ungewisser Start in die diesjährige Kreispokalserie. Für die "Neuen" aus Jessen stand am vergangenen Sonnabend mit der ersten offiziellen Partie die Premiere auf dem Platz auf dem Programm. Die Routiniers aus Linda wussten hingegen nicht so richtig, was auf sie zukommt, da eben die Jessener vollkommen unbekannt waren. Ein Taktieren im Vorfeld war deswegen nahezu unmöglich, beide Teams mussten abwarten, wie sich das Spiel entwickeln würde. Die Entscheidungen fielen im wahrsten Sinne des Wortes erst auf dem Spielfeld in Linda. Nach 90 Spielminuten gab es aus Sicht des Gastgebers keine negative Überraschung, die Mannen von Trainer Jörg Gerlach wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit einem 3:1 konnte die erste Kreispokalrunde abgerechnet werden. Jörg Gerlach wertete es als gutes Zeichen, denn immerhin weiß er jetzt schon eines sicher: "Die Saison wird nicht so leicht für uns werden, denn wir werden in den kommenden Monaten immer wieder Besetzungsprobleme haben." Der Trainer kann auf keinen großen Kader zugreifen, dadurch ist es auch schwer, Beständigkeit in das Team zu bekommen. Allein schon das gemeinsame Training ist selten zu realisieren. Jörg Gerlach sieht dies allerdings nicht zu verbissen. "Diese Lage unseres zweiten Teams ist ja bekannt, und zudem rücken wir nicht die Tabellenplatzierungen oder das Abschneiden beim Kreispokal in den Mittelpunkt. Im Verein sehen wir Linda II vorrangig als Förderteam für die erste Männermannschaft." Wobei er sich als Trainer natürlich freue, wenn seine Herren gut spielen, fügte er lächelnd am Sonnabend an. "Siege sind immer gut für die Motivation." Der Verlierer des Tages hätte sich aus seiner Sicht sicher einen anderen Ausgang der "Premiere" gewünscht. Aus dem Kreispokalgeschehen ist Jessens dritte Männermannschaft raus. Gleichwohl gingen die Allemannen nicht als Verlierer vom Rasen. So sah es jedenfalls Jens Schramm, der das Team bis zur endgültigen Klärung der Trainerfrage mit als Trainer betreut. "Wir haben zwar dem Ergebnis nach verloren, aber unzufrieden bin ich keineswegs. Denn unsere neue Mannschaft hat eine durchaus respektable Leistung gezeigt." Schramm verwies darauf, dass die Kicker am Sonnabend zum ersten Mal miteinander aufgelaufen sind, "wir hatten noch nicht einmal die Zeit, ein gemeinsames Training vorher einzufügen". Dafür habe nach Einschätzung des Trainers das Zusammenspiel der Jungs schon gut geklappt. Vor allem zeigten sie das gesamte Spiel über Kampfgeist, trotz des bereits klaren Rückstandes von zwei Toren zur Halbzeitpause. Jens Schramm meinte, dass Kampfgeist eine Voraussetzung sei, um sich zu steigern. "Wenn die Jungs dieses Potential behalten, dazu aus Fehlern lernen und Chancen nutzen, sehe ich den kommenden Spielen positiv entgegen." Am kommenden Wochenende steigen beide Mannschaften in die Punktekämpfe ein. |