Grün-Weiß Linda kann wieder hoffen
Hertha Osternienburg - Grün- Weiß Linda 2-4 (2-1)
Die Landesklasse Fußballer aus Linda haben den ersten Dreier im Jahr 2008 eingefahren. Nach 3 Niederlagen in Folge wollte man die guten spielerischen Ansätze aus den Spielen endlich mit Punkten belohnt sehen und das gelang am Samstag in Osternienburg. Mit zwei Änderungen in der Startaufstellung begann das Spiel bei starkem Wind und einsetzenden Regen. Abwehrchef Jörg Rothe fehlte und Christoph Geyer hütete diesmal das Tor. Mit dem Wind im Rücken bestimmten die Gastgeber das Geschehen in der ersten Hälfte doch recht deutlich. Durch frühzeitiges Stören und energischer Zweikampfführung eroberten sie immer wieder den Ball, um diesen dann sofort lang in die Spitze zu schlagen. Und dieser Kick and Rush zeigte Wirkung. Der Lindaer Abwehrverband brauchte lange um sich auf diese Spielweise einzustellen. Gleich vier Mal tauchten die Hertha Spieler allein vor dem Tor auf ( 9.,17.,24.,40.). Aber sie trafen nicht oder Christoph Geyer hielt. In der 16. Minute dann ein indirekter Freistoss aus 17 Metern. Der Ball wurde jedoch direkt auf das Tor gezogen. Glück für die Gastgeber das ein Lindaer Spieler das Leder leicht abfälschte und es hieß 1-0. Schafften es die Gäste einmal sich aus der Umklammerung zu lösen, war zu erkennen das sie bei eigenen Angriffen nie gekannte Räume hatten und diese auch teilweise für eigene gelungene Kombinationen nutzen konnten. In der 21. Minute dann Freistoss für Linda. Aus 20 Metern halblinks versetzt, trat der in den letzten Spielen unglücklich agierende Benny Lange an. Und der jüngste im Team bestätigte seine guten Trainingsleistungen, er jagte das Leder zum 1-1 unter die Latte. Trotzdem blieben die Gastgeber spielbestimmend und gingen nach Flanke und Pressschlag verdient mit 2-1 in Führung(31.). Gleich im Gegenzug verfehlte ein Kopfball von Torsten Zießnitz knapp sein Ziel und es ging mit einer knappen Gastgeberführung in die Kabinen.
Bei seiner Halbzeitansprache forderte Gerald Neiße das Zweikampfverhalten zu verbessern und mit dem Wind im Rücken mutiger nach vorn zu spielen. Und das taten seine Spieler auch. Schon nach 53 Minuten folgte der Lohn für die Bemühungen. Mit letztem Einsatz klärten die Gastgeber im Strafraum und spielten den Ball auf die verwaiste linke Seite. Dort stürmte Maik Schulze dem Ball entgegen. Im letzten Moment erreichte er das Leder und zog sofort ab. Aus eigentlich unmöglicher Position schlug der Ball wie an der Schnur gezogen vom Innenpfosten zum Ausgleich ein. Ein herrliches Tor. Und Linda setzte nach, aber nach einer Stunde tauchten die Gastgeber wie aus dem Nichts vor dem Tor auf. Es kam zu einem Pressschlag und der Ball flog über Christoph Geyer hinweg. Wieder schien ein Rückstand unvermeidlich. Aber Lindas Schlussmann nutzte seine athletische Vorraussetzungen und entschärfte diesen eigentlich unhaltbaren Ball. Jetzt begriff auch der letzte Grünweisse hier kann gewonnen werden. Aus einer nun sicheren Abwehr erspielte sich das Mittelfeld ein klares Übergewicht und beide Stürmer waren nur schwer zu stellen. Der Siegeswille versetzte Berge. Als Benny Lange seine Mitspieler Christian Schulz mustergültig bediente , hatte dieser keine Mühe das 3-2 zu erzielen (81.). Nach 85 Minuten dann die endgültige Entscheidung. Torsten Zießnitz bediente Andreas Lorenz und dessen scharfer Schuss war nicht aufzuhalten, er brachte das 4-2. Danach hatten wiederum Torsten Zießnitz und Maik Sachse sogar noch die Chancen das Ergebnis zu erhöhen. Nun will man natürlich beim Derby nächste Woche gegen Allemannia Jessen nachlegen.
Horst Richter