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Wetter-Frage stand vor der Lauf-Frage |
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21. Waldpokallauf in Linda - Für Sieger erfüllte sich ein Traum |
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VON UNSEREM MITARBEITER ANDREAS RICHTER Linda/MZ. So kennt man ihn. Joachim Schütze ist keiner, der still auf einem Fleck stehen kann und in aller Ruhe alles über sich ergehen lässt. Vor allem Ereignisse, bei denen der Lindaer selbst aktiv mitmischt, verursachen bei ihm eine gewisse Nervosität. Gnadenlose Hitze Am vergangenen Sonnabend war wieder einer dieser Tage, der Joachim Schützes Blut in Wallung brachte. Zum 21. Mal stand der von ihm gemeinsam mit dem Lindaer Sportverein organisierte Waldpokallauf auf dem Programm. Eingebettet in den Ablauf des zeitgleich am Wochenende stattfindenden Dorffestes, haben sich die Lindaer mit diesem Lauf ein Event geschaffen, das mittlerweile bei vielen Läufern aus nah und fern zu den Pflichtterminen gehört. Allerdings: In diesem Jahr fiel einigen die Entscheidung schwer, ob die Kilometer in Angriff genommen werden sollten. Grund war die enorme Hitze am Sonnabend mit Gradzahlen, die bereits im Schatten munter auf die 40er-Grenze zumarschierten. Die Wetter-Frage als Kriterium für die Lauf-Frage hatte sich bereits in den Tagen zuvor angedeutet. Für Joachim Schütze war dies aber kein Grund, womöglich alles abzusagen. "Nein, das stand nie zur Diskussion. Wir haben uns nur entsprechend darauf eingestellt. So haben wir ein paar Nass-Stellen mehr als sonst eingerichtet, ein Arzt ist vor Ort, auch die Versorgung mit Trinkbarem an der Strecke ist gesichert. Außerdem sagen wir es allen ganz deutlich: Jeder muss eigenverantwortlich entscheiden, was er sich zumuten kann." "Jeder muss eigenverantwortlich entscheiden, was er sich zumuten kann." Joachim Schütze ,Organisator Daher war für Joachim Schütze, der das Ganze nicht nur organisiert, sondern auch selbst mitläuft, von vornherein klar, es langsamer als sonst angehen zu lassen. Und so mancher der 63 Läufer rang noch kurz vor dem Start um 16.30 Uhr mit der Entscheidung, ob er die große 9,6-Kilometer-Runde oder doch lieber die kürzeren 4,9 Kilometer in Angriff nehmen sollte. "Alle sind wohlbehalten im Ziel angekommen", so die erste erleichterte Feststellung der Veranstalter nach dem Ende der "Hitzeschlacht". Das war in diesem Jahr beinahe ebenso wichtig wie die Antwort auf die Frage, wer in den 22 Altersklassen die jeweils ersten Plätze errungen hatte. Endlich ganz vorn Für einen Läufer wurde der Sonnabend zum Tag des ganz persönlichen Triumphes in Linda. Bei den Männer kam Andreas Lorenz nach 36:04 Minuten als Erster im Ziel an. Der Schnellste auf der 9,6-Kilometer-Runde war damit Gesamtsieger. Und er erfüllte sich einen Traum. Denn Andreas Lorenz, der für den LC Dübener Heide startet, jedoch aus dem Altkreis Jessen stammt, war schon oft in Linda dabei. Aber noch nie reichte es für den ersten Platz. Nun hat er ihn. Ebenfalls den Pokal für den Gesamtsieg, aber bei den Frauen, nahm Janett Ern vom SV Schönewalde mit nach Hause. Sie benötigte für die 4,9 Kilometer lange Strecke 21:25 Minuten. Die jüngste Starterin kam aus Gröditz, die zwölfjährige Lisa Klunker scheute den Lauf nicht. Bei den Jungen war Julian Weidner sogar noch jünger. Neun Lenze zählt der kleine Lindaer, dessen Runde besonders aufmerksam von den Eltern und Streckenposten beobachtet wurde. Wolfgang Einhorn von der SG Pretzsch sorgte mit 75 Jahren für den Altersrekord. Joachim Schütze freute sich über den zweiten Platz in seiner Altersklasse. Und er freute sich über eine gelungene Veranstaltung. "Klar, des Wetters wegen kamen erwartungsgemäß weniger Läufer. Zum Beispiel blieben bei den Frauen alle Altersklassen über 45 Jahre unbesetzt. Doch das war unwesentlich." Ein großes Dankeschön richtete er an die vielen Helfer. "Da ist die Wehr zu nennen, die einen Teil der Wege feucht hielt. Oder die Streckenposten, die auf alle ein Auge halten." Große Klasse fand Joachim Schütze die Anwohner der Bahnhofsstraße. Einige von ihnen hatten ihre privaten Regner für den Garten einfach umgesteckt und so "Duschstationen" eingerichtet. "Wunderbarer Einfall. Denn so eine kühle Husche von oben war ideal, und die meisten Teilnehmer haben sich nach dem Rennen dafür noch einmal extra bedankt." |
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