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Gespräch mit Gerald Neiße
Mannschaft rückte enger zusammen Grün-Weiß Linda will am Sonnabend gegen Mühlanger einen Sieg Gerald Neiße trainiert die Kreisliga-Fußballer des SV Grün-Weiß Linda. (Foto: MZ) Rein von der Tabellensituation her dürfte ein Sieg für Grün-Weiß Linda in der Fußball-Kreisliga am Sonnabend gegen den SV Mühlanger keine Frage sein. Der Siebte trifft auf den Vierzehnten. Doch so einfach wird es wohl nicht werden. Mit Gerald Neiße, Trainer der Lindaer Kicker, sprach darüber MZ-Redakteur Boris Canje. Wie sieht es mit einer Prognose für die Partie aus?Gerald Neiße: Zunächst wollen wir natürlich an die Erfolge der zurückliegenden Spiele anknüpfen. Das wird aber sehr schwer werden. Den Mühlangerern geht es noch wesentlich schlechter als uns. Sie werden also mit allen Mitteln versuchen, Punkte zu holen. Dabei hilft ihnen ein Remis kaum, sie werden also auf Sieg spielen. Dass unser Gegner zu beachten ist, wissen sicherlich alle spätestens seit dem vergangenen Wochenende, als es ein Unentschieden gegen Spitzenreiter Einheit Wittenberg gab.Darauf müssen wir uns einstellen. Natürlich wollen auch wir gewinnen und haben ja noch eine Rechnung aus dem Hinspiel (2:1 für Mühlanger, die Red.) offen.Mit welcher taktischen Marschroute geht Linda in die Begegnung und sind alle Spieler an Deck?Gerald Neiße: Von einer bestimmten Taktik wird wohl kaum auszugehen sein. Ich denke, es wird ein sehr kampfbetontes Spiel, was nicht bedeuten muss, ein unfaires. Im Gegenteil, bislang waren die Spiele gegen Mühlanger immer sehr fair. Im Übrigen vertraue ich voll auf den wieder gewonnen Mannschaftsgeist.Bis auf zwei Ausnahmen sind alle Spieler am Sonnabend mit auf dem Platz. Von dieser Warte her eigentlich eine optimale Ausgangsposition.Die jüngsten drei Spiele wurden von Linda nicht nur gewonnen. Es wurden auch zehn der bisher 37 Tore geschossen und kein Gegentreffer hingenommen. Ist das eine neue Qualität?Gerald Neiße: Ich denke schon. Es gibt mehrere Ursachen. Zum einen ist es das bereits erwähnte engere Zusammenrücken der Mannschaft, zum anderen gab offensichtlich die Rückkehr des langzeitverletzten Stefan Schmidt wieder mehr Ruhe und Sicherheit auf dem Platz, insbesondere im Angriff.Außerdem scheinen sich einige Umstellungen im Team bezahlt zu machen. So könnte es eigentlich weiter gehen.Wie kam es denn zum mehrfach erwähnten Zusammenrücken der Mannschaft?Gerald Neiße: Die Ursache war ganz klar die Krise, in der wir steckten und die wir noch nicht ganz überwunden haben. Absteigen will keiner gerne.Von der Platzierung her müsste Linda eigentlich recht zufrieden sein?Gerald Neiße: Das täuscht etwas, und nicht nur, weil wir uns wesentlich mehr vorgenommen hatten. So haben die meisten Mannschaften hinter uns auch weniger Spiele absolviert. Und der Punktabstand ist alles andere als beruhigend. Kurz gesagt, wir sind noch lange nicht auf der sicheren Seite. Ein Sieg gegen Mühlanger würde uns dieser aber wesentlich näher bringen. Daher ist ein solcher auch unser Ziel für Sonnabend, da gibt es keine Frage. |
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Grün-Weiß Linda fehlt zum Schluss die Kraft
Remis gegen Mühlanger Lange hatten die Lindaer (gelb-schwarz) die Partie gegen Mühlanger im Griff. Als die Kräfte schwanden, mussten sie den Ausgleich hinnehmen. (Foto: MZ) Jessen/MZ. Grün-Weiß Linda - SV Mühlanger 1:1Die Gäste begannen stark und Linda brauchte 20 Minuten, um ins Spiel zu kommen. Erste Chancen vergaben Christian Kurth und Stefan Schmidt. Kurz vor der Pause wurde den Gastgebern auch ein klarer Strafstoß verwehrt. In der Kabine dann die Forderung, Mühlanger weiter unter Druck zu setzen. Das gelang zunächst auch recht gut. Denny Dinda fasste sich in der 56. Minute ein Herz, schoss scharf Richtung Tor und es stand 1:0. Auch angesichts des Wetters nicht verwunderlich: ab der 75. Minute ließen bei den Gastgebern die Kräfte nach. Durch einen Abwehrschnitzer schießen die Gäste den Ausgleich (83.). Linda wollte sich noch einmal aufbäumen, doch es fehlte die Kraft. |